Gösgen/Olten: 4‘000 bis 5’000 Personen demonstrierten am Pfingstmontag gegen den Ausbau der Atomkraft und für die vermehrte Nutzung der vorhandenen erneuerbaren Energie.
Die Ankündigungen neuer AKW in der Schweiz stossen auf kräftigen Widerstand. Am Pfingstmontag haben 4’000 bis 5’000 Menschen gegen die Pläne der Atomlobby demonstriert. Die mit viel Prominenz besetzte Aktion verlief friedlich.
Am heutigen Pfingstmontag haben 4’000 bis 5’000 Menschen für den Atomausstieg, gegen den Bau neuer AKW und für die Förderung erneuerbarer Energien demonstriert. Über 80 Organisationen aus dem In- und Ausland hatten zum Pfingstmarsch “MenschenStrom gegen Atom” im Schweizer Mittelland zwischen Aarau und Olten aufgerufen.
Viele TeilnehmerInnen dachten noch bis vor drei Jahren, der atomare Albtraum sei nun bald vorbei. Dann kündigten die Atomkraftwerk-Betreiber neue Atomanlagen an. Mit dem „MenschenStrom gegen Atom“ hat nun ein breites Bündnis die Atomenergie symbolisch hinter sich gelassen und ist in eine erneuerbare und effiziente Zukunft aufgebrochen.
Mit bunten Fahnen und Spruchbändern zog die gut gelaunte Masse bei strahlendem Wetter von Aarau und Däniken via Mülidorf beim AKW Gösgen nach Olten. An den zwei Kundgebungen legten zehn hochkarätige RednerInnen aus vier Ländern u.a. dar, dass neue Atomkraftwerke die aufstrebenden erneuerbaren Energien massiv behindern und uns die klima- und umweltfreundliche Energie-Zukunft verbauen würden.
Leo Scherer, Atomspezialist betont: “Die Gefahr liegt darin, dass zurzeit viele Menschen in der Schweiz noch glauben, die Atomkraft lasse sich nicht durch bessere und ungefährliche Technologien ersetzen. Darum sind die abwegigen Pläne der staatlichen Stromkonzerne nicht zu unterschätzen. Mit dem Menschenstrom ist es gelungen, ein klares Zeichen zu setzen: Wir lassen nicht zu, dass die Atom-Industrie uns mit neuen Atomrisiken bedroht. Die Anti-AKW-Bewegung ist wieder da und kann jetzt wachsen.”
Kontaktpersonen für Infos zum Ablauf und für Interviews:
- Fürs Organisationsteam: Michael Tanner 079 542 52 12
- Für Fachinformationen: Leo Scherer 078 720 48 36
Selbst die SDA meldete einen neuen Aufbruch in der Antiatombewegung: “In der Umgebung des Kernkraftwerks Gösgen haben am Pfingstmontag rund 3000 Personen gegen den Neubau von Atomkraftwerken protestiert. An der friedlichen Kundgebung beteiligten sich sowohl Veteranen der ersten Anti-AKW-Bewegung wie auch junge Menschen.” (Quelle: http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/)

